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Berufliche Integration

Inhaltsübersicht:

  1. Einleitung
    1. Der technische Aspekt der beruflichen Integration
    2. Die technischen Herausforderungen
  2. Unsere Zielgruppe
  3. Barrieren, Barrierefreiheit und Wettbewerbsfähigkeit
    1. Screenreaderanpassungen versus barrierefreie Software
    2. Den passenden Screenreader wählen
    3. Speziallösungen steigern die Arbeitseffizienz Blinder drastisch
  4. Eigene Softwarelösungen
  5. Woran erkennt man gute Arbeit?
  6. Blinde denken anders
  7. Arbeitgeber und Personalleute informieren und überzeugen
    1. Arbeitgeber und Personalleute nicht unnötig mit Formalitäten belasten
    2. Auf die Arbeit und weniger auf die eigene Person fokussieren
  8. Praktische Beispiele
    1. Ein blinder Dachdeckermeister
    2. Ein blinder Telefonist in der Telefonzentrale eines großen Industriebetriebs
    3. Eine Lehrerin
    4. Ein blinder Abteilungsleiter
    5. Eine Leiterin eines Blindenvereins
    6. Bundesgeschäftsstelle eines Vereins
    7. Ein blinder Psychologe und Krisenberater
    8. Schwerbehindertenbeauftragter bei einer Kommune
    9. Ein Jurist bei einer Behörde
    10. Eine blinde Dame bei einer Fluggesellschaft

Einleitung

In den nachfolgenden Sektionen beschreiben wir, wie wir berufliche Integration Blinder praktisch realisieren und wie wir neue berufliche Betätigungsfelder erschließen. Wir beschreiben auch die Vorgehensweise, die nach unseren Erfahrungen am zuverlässigsten dazu geführt hat, dass blinde bzw. erblindete Menschen eine Stelle bekommen haben. Genau genommen, stammen die nachfolgenden Sektionen von mir - Hansjörg Lienert - einem über die Jahre beinahe erblindeten Unternehmer und Erfinder. Es gibt also sowohl einige subjektive Bemerkungen von meiner Seite, als auch Aussagen bzw. Beobachtungen, die auf den Erfahrungen von Mitgliedern unseres ausgezeichneten Teams basieren.

So genannte Soft Skills wie kommunikative und soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, sprachliche Gewandtheit usw. halte ich für wichtige Fähigkeiten, wenn man als blinder Mensch eine Stelle sucht oder sich selbständig machen möchte. Diese Fähigkeiten stellen meiner Ansicht nach aber nicht den Minimumfaktor dar, der darüber entscheidet, was in beruflicher Hinsicht geht, und was nicht.

Ein Blinder, der 17 Bewerbungstrainings, etliche Seminare für "richtige Körpersprache" und noch ein halbes Dutzend Psychoseminare zum Thema "selbstbewusstes Auftreten" gemacht hat, erhöht seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt meines Erachtens nicht oder jedenfalls nicht in nennenswertem Umfang.

Ich sehe das ganz pragmatisch aus der Perspektive des Arbeitgebers, der sich in einem Vorstellungsgespräch einen Eindruck von einem Bewerber machen möchte. Ich möchte es nicht mit einem trainierten Bewerber zu tun haben, der ein "perfektes" Auftreten drauf hat, und all die Sprüche von der Teamfähigkeit und Belastbarkeit abspult, die ihm hoch bezahlte Bewerbungstrainer "vorgesungen" haben. Ich möchte in Verbindung treten mit einem Menschen, mit all seinen Ecken und Kanten, und erfahren, was er kann, was ihn interessiert, und was er gerne lernen möchte. Ich möchte herausbekommen, was er in unser Team einbringen kann, und was wir ggf. von ihm lernen können. Möglicherweise sind die Ecken und Kanten, genau das, was wir suchen.

Meine Aufgabe als Unternehmer sehe ich unter anderem darin einen Handlungskontext zu schaffen, in dem unsere Teammitglieder ihre Kreativität und Leistungsfähigkeit entfalten können. Gelingt es uns Kompetenzen und Fähigkeiten geschickt zu kombinieren, dann gelingt es uns auch mit knappen Ressourcen produktiv zu wirtschaften.

Die Grundtatsache der knappen Ressourcen gilt für jede Firma und grundsätzlich auch für Behörden. Mit möglichst wenig Input sollen möglichst viele und gute Produkte erzeugt und Dienstleistungen erbracht werden. Wer es über längere Zeit nicht schafft, dem Diktat dieses Prinzips zu entsprechen, verschwindet vom Markt. Ein Arbeitgeber oder Personalmanager erwartet von seinen Mitarbeitern selbstverständlich eine optimale Leistung. Soll er diese Erwartung herunterschrauben, wenn sich ein Blinder bewirbt? Was für eine Position hätte der Blinde im Team, wenn die sehenden Kollegen mehr arbeiten müssen, um das auszugleichen, was der Blinde weniger schafft? Wäre das dann Integration oder doch eher Desintegration?

Wir leben glücklicherweise in einer Gesellschaft, die zumindest in Teilen solidarisch ist. Als unsolidarisch empfinde ich, dass diejenigen, die Arbeit haben, teilweise bis zum Äußersten ausgequetscht werden während diejenigen, die keine Arbeit haben, unter Umständen massiv unter ihrer Arbeitslosigkeit leiden. In diesem Maßstab betrachtet, ist die Arbeit in Deutschland mit Sicherheit ineffizient organisiert.

Als ausgezeichnet empfinde ich das System, das jemand, der durch einen Unfall oder durch eine Krankheit Rollstuhlfahrer geworden oder erblindet ist, einen Rechtsanspruch auf Leistungen hat, durch die die behinderungsbedingten Nachteile soweit wie möglich ausgeglichen werden. Was diesen Aspekt anbelangt, leben wir in Deutschland und in etlichen anderen, europäischen Ländern als Behinderte in abgesicherten Verhältnissen. Blinde aus armen Ländern würden das, was für uns Normalität ist, für einen unvorstellbaren, geradezu paradiesischen Reichtum halten.

Der technische Aspekt der beruflichen Integration

Wenn wir gerufen werden, um Lösungen für eine Arbeitsplatzausstattung zu entwickeln, analysieren wir zunächst das Arbeitsgebiet, das Arbeitsumfeld und die Arbeitsabläufe, also den so genannten Work Flow. Wenn wir erfahren haben, was genau gemacht werden soll, stellen wir folgende Fragen: Die einfache Frage lautet: "Was kann er aufgrund seiner Blindheit nicht"?

Die Differenz zwischen dem, was erwartet, bzw. gefordert ist und dem, was er kann, ist genau das, was uns interessiert. Es handelt sich um eine Menge von Tätigkeiten, die der blinde Mitarbeiter prinzipiell erledigen könnte, wenn er Zugang zu Informationen, Gegenständen, Räumen usw. hätte. Die blindheitsbedingt fehlenden Funktionen kompensieren wir soweit wie möglich durch technische Systeme, wobei wir sowohl unsere eigenen Komponenten einsetzen, als auch grundsätzlich alle Technologien, die generell verfügbar sind.

Rechnerisch betrachtet ergibt sich folgendes: Fähigkeiten des blinden Mitarbeiters plus technische Kompensation fehlender Funktionen ergibt die Menge der Fähigkeiten, die für die Erledigung der Arbeit erforderlich sind.

Sieht man die Dinge so, gibt es für einen blinden Mitarbeiter keinen Grund, als Bittsteller aufzutreten, dem man doch netterweise eine Stelle geben soll. Kann ich als blinder Mensch wettbewerbsfähig arbeiten, bin ich automatisch gleichgestellt und habe keinen Anlass mich minderwertig oder abhängig zu fühlen.

Wir verstehen berufliche Integration Blinder also nicht als ein nettes Entgegenkommen der Sehenden, sondern in erster Linie schlichtweg als eine ingenieurmäßige, technische Aufgabe.

Die technischen Herausforderungen

Das Fehlen des Wahrnehmungssinnes "Sehen" durch technische Systeme zu kompensieren ist schnell ausgesprochen, die Realisierung dagegen manchmal schwierig oder unmöglich. "Sehen" ist einer der komplexesten Vorgänge, die das menschliche Gehirn leisten kann. Entsprechend Groß ist der Volumenanteil des Gehirns, der für Sehen eingesetzt wird.

Im Bereich der Computerhilfsmittel sind enorme Fortschritte erzielt worden. Gleichzeitig befindet sich die Arbeitswelt in einem permanenten Wandlungsprozess. Vor zwanzig Jahren konnte ein Blinder durch Einsatz einer Braillezeile und eines Screenreaders arbeitstechnisch angebunden werden. Diese Zeiten sind vorbei. Wer heute in einer Firma oder in einer Behörde lediglich eine Braillezeile, einen Screenreader und vielleicht noch ein OCR-System einsetzt, kann in der Regel nicht wettbewerbsfähig arbeiten. Bei Behörden und in der Industrie werden mehr oder weniger flächendeckend so genannte Branchenlösungen eingesetzt. Das sind Softwaresysteme, die die arbeitsorganisatorischen Abläufe abbilden. Viele dieser Branchenlösungen sind ganz oder in Teilen für blinde Benutzer nicht bedienbar. Wir haben es hier mit Barrieren zu tun, die unbedingt beseitigt werden müssen und an deren Beseitigung wir mitarbeiten.

Wir sind also einerseits mit Funktionseinschränkungen konfrontiert, die im Zusammenhang mit der Bedienung von Computersystemen stehen. Andererseits gibt es eine ganze Reihe von Funktionseinschränkungen bei Blinden, die sich auf den Umgang mit Gegenständen, auf das Erkennen von Personen sowie auf die Orientierungsmöglichkeiten in Gebäuden und im Außenbereich beziehen. Der Bereich "Umgang mit Gegenständen" enthält zum Beispiel Tätigkeiten im Bereich des Verkaufs, der Produktion, der Weiterverarbeitung und vieles mehr.

Viele Reha-Berater ziehen für Blinde nur Berufe in Betracht, bei denen Blinde entweder telefonieren oder am Computer oder im direkten Gespräch arbeiten. Das ist verständlich, da es in diesen Bereichen die wahrscheinlichsten Vermittlungen gibt und die Vermittlungsprozesse einen gewissen Standardablauf erreicht haben.

Mit einem wahrnehmungspsychologischen und wahrnehmungsphysiologischen Analyseansatz, ist man in der Lage, die Funktionseinschränkungen Blinder zu benennen, unabhängig davon, ob es bereits technische Lösungen für deren Kompensation gibt oder nicht.

Wir formulieren die Aufgabe ganz schlicht:
Was ein Sehender macht, soll auch ein Blinder machen können.

Dieser einfach formulierte Denkansatz hat den Vorteil, dass man nicht von vornherein in seinen Lösungsansätzen eingeschränkt ist. Man knöpft sich prinzipiell alles vor, was Sehende können und Blinde eben nicht können, und versucht, Lösungen zu entwickeln.

Auf diese Weise ist das System Tag It entstanden, das Blinde in die Lage versetzt, beliebige Gegenstände eigenständig zu verwalten, und im Bereich Lagerverwaltung, Materialausgabe, Dokumentenverwaltung, Verkauf etc. zu arbeiten. Dieses System erschließt damit ein gänzlich neues Tätigkeitsgebiet für Blinde. Wenn es zurzeit nur wenige Stellen gibt, wo Blinde als Verkäufer arbeiten, dann nur, weil sich noch nicht ausreichend herumgesprochen hat, was mittlerweile technisch alles geht.

Ein weiterer Bereich, in dem Blinde noch wenig vertreten sind, sind Tätigkeiten, bei denen Mobilität innerhalb eines Gebäudekomplexes benötigt wird, wo man also in der Lage sein muss, sich eigenständig zu orientieren, eventuell Menschen erkennen und entsprechend agieren muss.

Auch in diesem Bereich gibt es jetzt bereits technische Lösungen. Das System Tag It Guide beispielsweise ist in der Lage, einen blinden Physiotherapeuten zu seinen Patienten in einem Krankenhauskomplex zu leiten und das bei einer sich täglich ändernden Bettenbelegung.

Noch praktisch nicht ausgeschöpft ist das Thema der optischen Mustererkennung. Mit dieser Technologie sind in überschaubarer Zukunft völlig neue, berufliche Betätigungsfelder für Blinde erschließbar.

Es gibt noch jede Menge Probleme, die gelöst werden müssen. Teilweise handelt es sich um technische Herausforderungen, an denen viele Teams arbeiten müssen. Teilweise kommen die Lösungen in Form einfachster Hilfsmittel daher, wie z.B. dem DL Briefknicker, der Blinde in die Lage versetzt, einen Brief an der richtigen Stelle zu falten, damit er in einen Fensterumschlag passt.

Unsere Zielgruppe

Unsere Kunden sind Menschen, die durch einen Unfall oder durch eine Krankheit erblindet oder geburtsblind sind. Ist jemand erblindet, versuchen wir ihn exakt in der Stelle zu halten, in der er vor der Erblindung gearbeitet hat. Das funktioniert erstaunlich oft.

Wir versuchen gleichzeitig, das Aufgabengebiet vielseitig zu halten. Nur weil jemand sein Sehvermögen verloren hat, ist das noch lange kein Grund dafür, dass er sich im Firmenkomplex nicht mehr eigenständig bewegt und nur in seinem eigenen Büro sitzt.

Wir haben Wissenschaftler, Ingenieure, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Lehrer, Journalisten usw. die einmal gut gesehen haben, und trotz Erblindung weiter in ihrem Beruf arbeiten.

Barrieren, Barrierefreiheit und Wettbewerbsfähigkeit

Ein Softwaresystem, das von blinden Mitarbeitern nicht bedient werden kann, weil die Steuerelemente nicht zugänglich sind. stellt eine Barriere hinsichtlich beruflicher Integrationsmöglichkeiten Blinder dar.

Wird ein derartiges System zugänglich gemacht entweder indem die Steuerelemente so programmiert werden, dass die Screenreader sie erkennen und benutzen können, oder, indem eine so genannte Screenreaderanpassung, also eine Skriptprogrammierung) gemacht wird, kann man davon sprechen, dass das System barrierefrei sei.

Der Einsatz eines barrierefreien Systems bedeutet aber nicht, dass ein blinder Anwender mit ihm auch wettbewerbsfähig arbeiten kann. Barrierefreiheit bedeutet lediglich, dass die grundlegende Möglichkeit gewährleistet ist, dass ein Blinder das System überhaupt benutzt.

Selbst wenn alle Steuerelemente zugänglich sind, bleibt der extreme Nachteil Blinder bestehen, der darin besteht, dass ihnen die Fähigkeit zur Mustererkennung fehlt.

Ein Sehender erkennt blitzschnell, wenn sich etwas auf dem Bildschirm ändert und bewegt seine Augen entsprechend. Durch die so genannte Mustererkennung kann er Informationen, die er gerade benötigt, blitzschnell von unnötigen Informationen unterscheiden und entsprechend selektieren. Blinde dagegen müssen sich den Bildschirminhalt häufig sequenziell von der Sprachausgabe vorlesen lassen, um dann zu entscheiden, an welchen Stellen sie weiter arbeiten wollen.

Die neurobiologischen Grundlagen zu erläutern, die das im Detail erklären würden, wäre eine langwierige Aufgabe. Bildlich erläutert kann man sagen, dass ein Sehender auf einer Zeitung die Überschriften sofort identifizieren kann, genau wie er mit einem Blick sieht, wie die Regale in einem Büro aufgestellt sind oder die Grundstruktur einer Stadt auf einem Stadtplan sofort erfassen kann. Sehende haben auf struktureller Ebene einen enormen Vorteil gegenüber Blinden. Trotzdem ist es möglich, dass Blinde in vielen Tätigkeitsbereichen wettbewerbsfähig arbeiten können.

Ob eine blindengerechte Arbeitsplatzausstattung den Blinden in die Lage versetzt, gegenüber Sehenden wettbewerbsfähig arbeiten zu können, hängt von der Intelligenz der Software ab. Es geht letztlich um die Frage, wie schlau die Software ist, das heißt wie viele unnötige Routinetätigkeiten wie beispielsweise das Absuchen des Bildschirms eliminiert werden

Screenreaderanpassungen versus barrierefreie Software

Es gibt viele Programme, die von Blinden nur dadurch genutzt werden können, dass so genannte Screenreaderanpassungen eingesetzt werden. Diese Anpassungen sind häufig die einzige Option, die man hat, da die Entwickler die Programme selbst nicht zugänglich machen.

Screenreaderanpassungen sind aus unserer Sicht eine sehr teure und unnötige Art der Problemlösung. Screenreaderanpassungen sind screenreaderspezifisch. Das heißt, dass eine Anpassung für den Screenreader Window-Eyes nicht gleichzeitig auch für COBRA oder Jaws genutzt werden kann. Hier fällt schon mal viel unnötige Arbeit an. Der entscheidende Nachteil besteht aber darin, dass eine Screenreaderanpassung hinfällig sein kann, wenn sich etwas an der Software geändert hat. Kleine Änderungen im Userinterface, also an der Bedieneroberfläche, können ausreichen, um eine Anpassung, die viele Tausende von Euro gekostet hat, nutzlos zu machen.

Durch ein Softwareupdate, kann also die alte Anpassung nutzlos werden, wodurch der Kunde nicht arbeiten kann. Er muss dann warten, bis eine neue Anpassung programmiert wird. Dieses Prozedere ist zeitaufwendig und sehr teuer. Ist die neue Anpassung dann gemacht worden, hat der Kunde exakt das, was er vorher schon hatte, nur, dass er zwischendurch nicht arbeiten konnte und in der Zwischenzeit öffentliche Gelder ineffizient eingesetzt wurden.

Weil die geschilderte Vorgehensweise, die man leider als Stand der Technik bezeichnen muss, so ineffizient ist, machen wir Anpassungen nur dann, wenn es keine Alternative gibt. In erster Linie nehmen wir Kontakt mit den Softwareherstellern auf und mailen ihnen die Informationen, die sie benötigen, um barrierefreie Software zu programmieren. Aus Sicht eines Programmierers ist es teilweise ein Kinderspiel, Software zugänglich zu programmieren. Teilweise müssen lediglich so genannte Templates richtig vorbereitet werden. Auch hier gilt, dass es billiger ist, Software von vornherein zugänglich zu machen, als hinterher durch alle Verästelungen eines Programms durchzugehen, um die Steuerelemente zugänglich zu machen.

Bei den Softwareherstellern ist es so wie im richtigen Leben: man findet Leute, denen man das Problem schildert und sie werden sofort aktiv und setzen sich an die Verbesserung. Andere sagen "ja" und "aber" und "teuer" und dann weiß man, dass man an ein "sehr dickes Brett" gelangt ist.

Für uns als Hilfsmittelfirma ist es ungünstig, dass unsere Bemühungen, Software "von innen her" zugänglich zu machen nicht bezahlt werden, während wir für Anpassungen Geld bekommen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht und im Interesse der Verbesserung der beruflichen Integrationsmöglichkeiten Blinder, sollte man ganz klar weggehen von den Screenreaderanpassungen und hin zu Software, die von vornherein zugänglich ist. Ein Ausnahmefall sind nur diejenigen Anpassungen, die ergonomische Gründe haben, und sich nicht auf die grundsätzliche Zugänglichkeit beziehen.

Den passenden Screenreader wählen

Wenn wir gerufen werden, um uns die Softwareumgebung in einer Behörde oder in einer Firma anzuschauen, wissen wir vorab nicht, welchen Screenreader wir empfehlen werden. Es gibt bei den kommerziellen Screenreadern erhebliche Unterschiede in Bezug auf die Vielseitigkeit. Auch ein Screenreader, der weniger vielseitig ist, kann in einer gegebenen Softwareumgebung unter Umständen trotzdem deutlich besser arbeiten, als ein Screenreader, der mit mehr Programmen zurecht kommt. Jeder Screenreader hat Stärken und Schwächen.

Wir evaluieren die Gegebenheiten und setzen denjenigen Screenreader ein, der am besten passt und mit einem Minimum an Anpassung auskommt. Damit werden unnötige Kosten vermieden.

Speziallösungen steigern die Arbeitseffizienz Blinder drastisch

An einer Universität sollten wir den Arbeitsplatz eines blinden Telefonisten modernisieren. Der blinde Mitarbeiter konnte nur sehr langsam arbeiten und war in der Telefonzentrale mehr oder weniger nur geduldet. Die Arbeit hätte das Team auch ohne ihn erledigen können. Er hatte allerdings allerlei flotte Sprüche auf den Lippen und war als sympathischer Kollege durchaus gern gesehen.

Das Problem: Alle für die Telefonzentrale relevanten Daten wurden und werden in einer Linux-basierten Datenbank gespeichert. Die Abfrage erledigen die Mitarbeiter der Telefonzentrale über ein Web-Interface, also über einen Browser. Während die Sehenden in der Lage waren und sind, aus den auftauchenden Trefferlisten die relevante Information mit den Augen blitzschnell zu selektieren, brauchte der blinde Mitarbeiter ewig, um sich den Bildschirminhalt vorlesen zu lassen. Selbst Direktsprünge zu vordefinierten Tabellen und anderen Bildschirmpositionen halfen nicht wesentlich.

Die grundsätzliche Problematik für Blinde beim Einsatz von Browsern beschreiben wir in der Broschüre Optimierung des UserInterface für Blinde.

Die Lösung: Wir setzen DL ETB HelpLine ein, also ein elektronisches Telefonbuch mit Zusatzkomponenten. Dieses System ist für Blinde hoch optimiert.

Wenn der Kunde seinen Rechner am Morgen hochfährt, liest DL ETB HelpLine die Linux-Datenbank aus und importiert sie.

Die Suchmöglichkeiten, die der Kunde damit hat, gehen über das, was das Webinterface bereit gestellt hatte weit hinaus. Wir gehen damit also an dem Webinterface komplett vorbei und bieten dem Kunden ein Abfragesystem, das mit Kurzbefehlen direkt auf die Datenbank zugreift, und die Datenausgabe extrem komprimiert.

Der blinde Mitarbeiter in der Telefonzentrale ist jetzt deutlich schneller als seine sehenden Kollegen.

Speziallösungen dieser Art haben wir über die Jahre häufig eingesetzt und entwickeln sie weiterhin nach Bedarf.

Eigene Softwarelösungen

Anstatt bestehenden Programmen hinterher zu laufen, um sie immer wieder von neuem anzupassen, haben wir ab irgend einem Punkt beschlossen, eigene Lösungen zu entwickeln, die es einerseits mit marktüblichen Systemen aufnehmen können und andererseits für Blinde hoch optimiert sind.

DL Kontaktmanager ist ein CRM-System (customer relationship manager) für Kundenkontakte, für die Abbildung von Arbeitsabläufen (work flow), für die Organisation von Kommunikationsprozessen, Terminverwaltung, Anbindung an Telefon, und vieles mehr. Menschen, die z.b. im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig sind, beratende Berufe haben, oder Manager oder Organisatoren sind, setzen dieses System ein.

DL DMS Aktenverwaltung ist ähnlich. Es repräsentiert Vorgänge, die z.B. für Juristen relevant sind und beinhaltet ein Dokumentenmanagementsystem.

DL Verein ist eine Hochleistungssoftware für die Verbands- und Vereinsverwaltung.

Woran erkennt man gute Arbeit?

Leute, die sehr viel leisten und bewegen, also die sog. "Leistungsträger" erkennt man häufig daran, dass sie einen lockeren und dynamischen Eindruck machen. Sie haben oft gute Laune. eine gute Leistung erkennt man daran, dass sie leicht aussieht. Was leicht aussieht ist auch meistens leicht. Gut organisierte Arbeit ist hoch produktiv und nicht mit negativem Stress verbunden.

Wenn ich beispielsweise etwas suchen soll und ich weiß genau, ich kann greifen wohin ich will, ich finde es sowieso nicht, dann werde ich mich erst gar nicht bewegen. Dieser psychologisch demotivierende Effekt ist mit vielen Informationssystemen verbunden, die entweder gar nicht oder schlecht organisiert sind. Wir konzentrieren uns dementsprechend darauf, Systeme zu entwickeln, die intuitiv bedient werden, also auch leicht erlernt werden können und gleichzeitig hoch effizient sind.

Unser Expertenwissen aus den Bereichen Dokumentationswissenschaft, Informationstheorie verbinden wir mit unsere Fachkompetenz aus den Bereichen Arbeitswissenschaft und Ergonomie und ganz besonders mit blindenspezifischer Ergonomie. Expertenwissen aus den Bereichen Informatik und Ingenieurswissenschaften rundet das Bild ab.

Wir sind in allem, was wir tun, konsequent leistungsorientiert. Leistung hat für uns aber nichts zu tun mit "Ackern", "Schuften" und dergleichen. Wir wollen unsere blinden Kunden in die lage versetzen, trotz massiver sensorischer Einschränkung, hochwertige Arbeit zu leisten und ihren Platz in der Arbeitswelt dadurch zu besetzen.

Als Blinder sollte man nicht versuchen, mehr und härter zu arbeiten, als die sehenden Kollegen, nur um zu beweisen, dass man mithalten kann.

Die technische Strategie ist einfach:

Als blinder Mensch hat man eine Reihe funktionaler Einschränkungen. Diese Einschränkungen werden durch technische Systeme soweit wie möglich kompensiert. Ergebnis ist die Fähigkeit, wettbewerbsfähig zu arbeiten, ohne zu überkompensieren.

Mit dem richtigen Werkzeug leistet ein blinder Mitarbeiter exzellente Arbeit.

Blinde denken anders

Was viele schon wussten, hat die Gehirnforschung bestätigt. Blinde nutzen Gehirnareale des Sehzentrums auf ihre eigene Art. Das Gehirn ist wie die Wissenschaftler sagen "plastisch" und hoch dynamisch.

Während Sehende häufig an den äußeren visuellen Erscheinungen kleben, denken Blinde eher strukturell. Wir haben einen blinden Kunden in einem Ministerium, der uns immer wieder berichtet, dass sehende Kollegen zu ihm kommen, um ihm Fragen über Programme zu stellen, die er noch nie unter den Fingern hatte. Er hört sich an, was sie wollen, und läßt sich nicht durch die bunten und blinkenden Bildchen ablenken. Er denkt einfach nach.

In diesem Sinn kann es für ein Team eine Bereicherung sein, wenn ein blindes Teammitglied dabei ist.

Arbeitgeber und Personalleute informieren und überzeugen

Die grundsätzliche Bereitschaft bei Arbeitgebern, blinde Mitarbeiter einzustellen, ist nach unseren Erfahrungen sehr groß. Wenn es allerdings konkret wird, kommen die Zweifel.

Wir erklären uns dies in etwa so:

Die "soziale Ader" bei Menschen, die Personalentscheidungen treffen, ist gut ausgeprägt, weil sie häufig im eigenen Freundes- Familien- oder Bekanntenkreis Leute haben, die behindert sind, und keineswegs deprimiert oder resigniert sind, sondern im Gegenteil kreativ mit der besonderen Lebenslage umgehen. Die Personalleute wissen auch, dass Problemlagen Problemlösungen fördern können. In Radio und Fernsehen hört man zudem immer wieder Wundergeschichten über blinde Bergsteiger, blinde Piloten und weitere Übertreibungen dieser Art, durch die Behinderte glorifiziert werden.

Die Personalleute befinden sich in einem Zielkonflikt. Sie stehen selbst unter Leistungsdruck, und dürfen im Grunde nur Menschen einstellen, von denen sie glauben, dass sie für die Zielerreichung der Behörde oder Firma am besten geeignet sind. Dass ein Sehender mit EDV grundsätzlich gut zurecht kommt, ist für sie plausibel.

Dass aber ein Blinder einen Computer bedienen kann ist für sie ähnlich sonderbar, wie dass ein Blinder ein Flugzeug steuern kann. Theoretisch vorstellbar ist es. Dass Blinde aber auch echte Arbeitsergebnisse liefern können, bleibt doch eher eine theoretische Vorstellung.

Wir haben hervorragende Erfahrungen mit Arbeitgebern und Personalmanagern gemacht, als wir ganz konkrete Arbeitsprozesse vorgeführt haben, und zwar durch Vollblinde. Zuletzt so geschehen bei einem großen Softwareanbieter, bei dem eine Dame aus dem höheren Finanzbereich innerhalb von zwei Monaten von 100% auf 0% erblindet war.

Das Kollegium und der Chef, Betriebsrat, Betriebsarzt usw. standen von vornherein hinter ihr. Es wusste nur keiner, dass bzw. wie man als erblindeter Mensch mit Computern arbeiten kann. Nach der zweiten Vorführung standen die Genannten nicht nur hinter der erblindeten Dame, sie setzten sich sogar aktiv dafür ein, dass sie in der Abteilung bleiben solle.

Wir können vom unserem Erfahrungsbereich ausgehend absolut nicht behaupten, dass die Bereitschaft, Blinde einzustellen, gering sei. Es kommt im Ergebnis darauf an, zu informieren und zu überzeugen. Wenn absehbar ist, dass ein blinder Mensch durch Einsatz hochmoderner Hilfsmittel wettbewerbsfähige Arbeitsergebnisse liefert, sind die sehenden Kollegen sogar noch froh, wenn die berufliche Integration gelingt. Blinde beruflich zu integrieren muss also kein Trauerspiel sein. Der Vorgang kann sogar positive Effekte auslösen.

Arbeitgeber und Personalleute nicht unnötig mit Formalitäten belasten

"Wenn wir vorher gewusst hätten, wie aufwendig die Beantragung ist ...", haben wir auch schon gehört.

Wir gehen immer davon aus, dass die Arbeitgeber und Personalmanager selbst unter Arbeitsdruck stehen. Wenn die Einstellung eines blinden Mitarbeiters mit unerfreulicher Mehrarbeit verbunden ist, werden sie sich diese Mehrarbeit nicht häufig aufladen.

Hier möchten wir anmerken, dass die Kostenträger wie Arbeitsagenturen, Integrationsämter, Deutsche Rentenversicherung und Berufsgenossenschaften, nicht durchgängig gut organisiert sind. Diese äußerst höfliche Formulierung haben wir bewusst gewählt, weil es auch geradezu ideale Beispiele gibt. Es wäre wirklich kontraproduktiv auf die Kostenträger einzuprügeln, nur weil bei ihnen manchmal die eine Hand nicht weiß, was die andere macht.

Die Beantragung von Kostenzuschüssen ist für Arbeitgeber mit hohem administrativem Aufwand verbunden. Es macht sich sehr gut, wenn man sich als Bewerber um diese Dinge aktiv und kompetent kümmert. Man signalisiert damit einerseits sein Interesse für die Stelle und andererseits, dass man in der Lage ist, sich durch einen dichten Vorschriftenwald durch zu arbeiten.

Auf die Arbeit und weniger auf die eigene Person fokussieren

Mitarbeiter werden eingestellt, weil es Arbeit gibt, die erledigt werden soll. Wer den Schwerpunkt bei einem Bewerbungsgespräch darauf setzt, zu beschreiben, was er alles gelernt hat, wie viel Erfahrung er in diesem und jenem Bereich erworben hat usw. hat unserer Meinung nach schlechtere Karten als jemand, der versucht, seine Kompetenzen in einen Zusammenhang mit den vorliegenden Aufgaben zu bringen.

Wenn eine Firma oder eine Behörde einen Mitarbeiter sucht, dann deswegen, weil eine Stelle besetzt bzw. Probleme gelöst und Aufgaben erledigt werden sollen. Könnte der Arbeitgeber alles selbst machen, würde er nicht suchen. Er befindet sich im Grunde also in einer Problemlage. Die mag nicht drastisch sein, es ist aber eine Problemlage.

Menschen, die viel bewegen und erreichen wie zum Beispiel Experten, Führungskräfte und Unternehmer befinden sich permanent in einem Spannungsfeld, das dadurch entsteht, dass sie die Realität, so wie sie ist, nicht akzeptieren. Sie wissen, dass es anders geht, und sie wollen dort hin. Sie sind von ihrer Persönlichkeitsstruktur in der Lage, andere Menschen für ziele zu interessieren und vielleicht auch zu begeistern. In jedem Fall sind sie in der Lage sinnvolle Handlungskontexte zu schaffen, in denen ihre Mitarbeiter ihre individuellen Fähigkeiten entfalten können.

Trifft ein Unternehmer auf jemanden, der sich aktiv und dynamisch mit der Aufgabenstellung beschäftigt, hat er im Prinzip einen Freund oder zumindest einen Mitstreiter gefunden. Das Zusammenspiel zwischen Arbeitssuchenden und Arbeitsanbietenden ist im optimalen Fall ein Geben und Nehmen von beiden Seiten. Stellt sich der Arbeitssuchende auf die Interessenlage des Arbeitsanbietenden ein, steigen seine Chancen, eine Stelle zu bekommen.

Praktische Beispiele

Nachfolgend skizzieren wir einige Beispiele für gelungene berufliche integration. Wir nennen an dieser Stelle keine Namen, sondern beschreiben lediglich die Aufgaben und die Werkzeuge, die wir eingesetzt haben.

Wir haben von unseren Kunden excellente Referenzen, die wir auf Anfrage verschicken dürfen. Für die Veröffentlichung an dieser Stelle sind sie nicht gedacht.

Ein blinder Dachdeckermeister

Sein Sehvermögen ist über die Jahre gegen Null gegangen. Er hatte etwa 20 Mitarbeiter, und er hat sie immer noch.

Mit DL Kontaktmanager haben wir für ihn die Auftragsverwaltung und die Auftragsabwicklung abgebildet. Mitarbeiter können dabei von verschiedenen Rechnern aus Daten eingeben und abfragen. Spezielle Abfrageroutinen versetzen den Dachdeckermeister in die Lage, sich zu jedem Projekt bzw. Auftrag den aktuellen Stand anzeigen zu lassen, um die Ablaufsteuerung unter Kontrolle zu haben.

Mit EasyTask hat er sich eine ganze Reihe von Direktzugriffen auf Daten eingerichtet, die er häufig benötigt. Mit Max The DaisyMaker daisyfiziert er Fachinformationen, die er u.a. auf dem MileStone abhört. Bei Besuchen von Baustellen hat er einen kompetenten Mitarbeiter dabei, der ihn fährt, und der ihm die relevanten Gegebenheiten erläutert.

Ein blinder Telefonist in der Telefonzentrale eines großen Industriebetriebs

Der Betrieb produziert und verkauft weltweit Achsen. Er ist so groß, dass es nur sehr schwer möglich ist, einen Überblick über die Abteilungen zu bekommen und zu behalten. Alle internen Telefonnummern werden in einer Access-Datenbank verwaltet. Weil auf Basis dieser Datenbank eine ganze Reihe von anderen Funktionen realisiert werden, die mit der Telefonzentrale selbst nichts zu tun haben, gab es zu der Access-Datenbank für uns grundsätzlich keine Alternative. Die Arbeitsgeschwindigkeit, die mit dem Userinterface der Datenbank möglich war, reichte bei weitem nicht aus. Unser Kunde mußte lange Drow-Down-Listen öffnen und "durchcursorn", Radio-Buttons aktivieren usw.

Die Lösung sieht so aus: Wenn der Kunde seinen Rechner am Morgen hoch fährt, wird eine Routine gestartet, die die Access-Datenbank ausliest. Die tagesaktuellen Daten werden in DL ETB helpLine übernommen. Damit stehen dem kunden ganz andere Abfragemöglichkeiten zur Verfügung. Anstatt mit Tab von Eingabefeld zu Eingabefeld und von Drop-Down-Liste zu Drop-Down-Liste zu springen, um eine Suchanfrage einzugeben, benutzt der Kunde eine Befehlszeile, in die er das, was er sucht, blitzschnell eintragen kann. ein Menüsystem steht ihm alternativ auch zur Verfügung, er benutzt es aber nicht, weil er über die Kommandozeile schneller ist.

In der Access-basierten Anwendung hätte er z.b. "dynamische Luftfederung" aus einer Drop-Down-Liste wählen müssen. jetzt reicht es z.B. "luf*" einzugeben, um die Suche auf diese Abteilung zu beschränken. Kurz gesagt, muss der Anwender nicht durch ein langes Formular gehen, um Dinge anzukreuzen oder nicht. Er tippt lediglich einige kurze Befehle ein. Damit die unterschiedlichen Schreibweisen von Meyer, Schmidt usw. keinen Stolperstein darstellen, hält DL ETB HelpLine im Hintergrund eine Synonymliste bereit.

Nimmt der blinde Mitarbeiter Nachrichten entgegen, kann er aus DL ETB HelpLine sofort eine Mail schreiben. Die Nummer des Anrufers wird optional in die Mail übernommen. Ist die externe Rufnummer mit einem Realnamen verbunden, wird dieser ebenfalls übernommen.

Unser Kunde ist der Leistungsträger in dieser Telefonzentrale

Eine Lehrerin

Sie verwaltet Lernmaterial zu verschiedenen Fächern in einer textbasierten Datenbank und kann gezielt nach inhaltlichen und formellen Deskriptoren suchen. ein "Lückentext" zum Fach "Englisch", "Grammatik" usw. ist blitzschnell gefunden. Ob Text, Audio, Video, oder was auch immer als Medium gewünscht wird, das intuitive Informationssystem gibt alles aus, ohne dass sie viel Zeit in das Erlernen des Systems stecken musste.

Notizen zu Stunden und Schülern hat sie im Direktzugriff und kann sich jederzeit einen Überblick über die historie verschaffen.

Ein blinder Abteilungsleiter

Er muss die Aktivitäten seiner Mitarbeiter koordinieren und kontrollieren. Zielvereinbarungen, Termine, Protokolle, Projekte usw. müssen verwaltet werden. Es handelt sich mehr oder weniger um eine Managertätigkeit.

Die Hauptwerkzeuge sind DL Kontaktmanager, mit Terminverwaltungsmodul, Anbindung an Telefon und Projektmodul und EasyTask.

Mit Hilfe des Projektmoduls kann er verschachtelte Vorgänge unter Kontrolle behalten. Eine blindengerechte Darstellung der prozessketten ist Voraussetzung dafür, dass dies klappt.

Eine Leiterin eines Blindenvereins

Sie ist selbst erst seit ca. 7 Jahren blind. Mit DL Kontaktmanager teilt sie die Mitarbeiter ein und bestimmt, welcher Zivildienstleistende wann und wohin fährt. Sie protokolliert Beratungsgespräche und verwaltet die Aktivitäten, die nötig sind, um alle Beteiligten an einem Fall zusammen zu bringen.

Mit Tag It ist sie ohne sehende Hilfe in der Lage Blindenhilfsmittel wie z.B. diverse sprechende uhren, Blindenstöcke, Zubehör, Blindenbinden usw. vorzuführen und zu verkaufen.

Bundesgeschäftsstelle eines Vereins

Hier arbeiten mehrere Blinde mit DL Verein. Die Mitgliederverwaltung wird komplett über dieses System realisiert.

Ein blinder Psychologe und Krisenberater

Er muss sehr viel Fachliteratur auswerten. Er hat Kontakte zu Lehrern, Schülern, Schulleitern, instituten, zum Ministerium usw. usw. Er muss genau wissen, was er wann und mit wem besprochen und vereinbart hat. Gesprächsprotokolle muss er personenbezogen oder themenbezogen abrufen können und ganz oder stichwortartig zur Kenntnis nehmen. Er gibt diverse Seminare, die er vorbereiten muss.

Seine Werkzeuge sind, askSam, EasyTask, DL Kontaktmanager, Max The DaisyMaker, Max DaisyPlayer.

Schwerbehindertenbeauftragter bei einer Kommune

Er muss viele Fälle bearbeiten, Sachverhalte erfassen, notieren und entsprechende Schritte einleiten. Er benutzt askSam, EasyTask und DL Law für Direktzugriffe auf Gesetzestexte.

Ein Jurist bei einer Behörde

Er mußte die Abteilung häufig wechseln und sich in neue Gebiete und neue Fälle schnell einarbeiten. Die Werkzeuge sind DL DMS Aktenverwaltung, EasyTask und DL Law.

Eine blinde Dame bei einer Fluggesellschaft

Wir mussten eine ganze Reihe sehr ungewöhnlicher Softwaresysteme anpassen. SAP war ein großes Thema. Synchronisation von Terminen zwischen Outlook und DL Kontaktmanager, war ausschlaggebend, damit Sie mit Parallelterminen zurecht kommen konnte. EasyTask trägt entscheidend dazu bei, dass sie wettbewerbsfähig arbeiten kann. Mit Tag It macht sie u.a. Materialausgabe in ihrer Abteilung.

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